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Bei Nestlé geht das Morden weiter

Submitted by webmaster on Monday, 18 November 2013No Comment

Protest am 19. November in Zürich

Der Gewerkschafter Oscar López Triviño, der seit 25 Jahren bei Nestlé in Bugalagrande (Kolumbien) arbeitete, wurde am 9. November mit vier Kugeln erschossen. Tags zuvor hatte die Nestlé-Gewerkschaft Sinaltrainal per SMS Morddrohungen erhalten. Darin stand: „Hurensöhne, die ihr noch immer Nestlé belästigt, jetzt gibt’s kein Pardon mehr, wir zerstückeln euch, Tod allen Kommunisten von Sinaltrainal.“ Unterzeichnet war die Drohung von Paramilitärs.

Nestlé hat den Konflikt bewusst angeheizt. Der Schweizer Konzern bezichtigte die Gewerkschaft Sinaltrainal in einem in der Fabrik aufgehängten Communiqué, dass sie zu Gewalt und Sabotage aufrufe. Solche Verleumdungen sind in Kolumbien lebensgefährlich und machen Gewerkschafter zur Zielscheibe von Paramilitärs. Bereits in der Vergangenheit sind 14 Nestlé-Arbeiter ermordet worden, weitere haben Attentate erlitten oder mussten aufgrund von Drohungen die Region verlassen. Mit der Ermordung von Oscar López ist die Zahl der ermordeten Nestlé-Gewerkschafter auf 15 gestiegen. Bereits im März 2012 reichten Menschenrechtsanwälte Strafanzeige gegen Peter Brabeck und andere Konzernchefs von Nestlé wegen den Morden ein. Passiert ist nichts (Quellen: sinaltrainal.org, multiwatch.ch, labournet.tv, tagesanzeiger.ch).

Kundgebung in Solidarität mit den GewerkschafterInnen und ArbeiterInnen von Nestlé Kolumbien: Dienstag, 19. November, 18 Uhr vor Nespresso Boutique, Löwenstrasse 32, Zürich (Nähe Tramhaltestelle)

 

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